Vom ersten Planen bis zur Umsetzung

Es ist ein langer Weg von der ersten Idee zu einem neuen Thema bis zur Eröffnung - und viele, viele Menschen sind daran beteiligt. Bei Mensch Luther dürfen Sie uns ein bisschen über die Schulter schauen.

Zuerst besuchten wir, Lutz und Annette Barth, im Sommer 2014 verschiedene Lutherstätten, verbrachten Tage in Museen und bekamen unter anderem eine Sonderführung von "Philipp Melanchthon".
Danach gingen wirfür eine Woche in Klausur, um kilometerweise Literatur zu sichten und Themen zu sammeln. An einem inspirierenden Ort entwickelten wir die grundlegende Struktur der Zeitreise und die Vorlagen für das Konzept und die Texte der einzelnen Stationen.

An der Weiterentwicklung unserer Vorschläge waren dann ein Team von 6 Ehrenamtlichen und ein Beratergremium von 3 Theologen beteiligt.

Parallel zur Konzept-Entwicklung entstehen die Ideen für die praktische Umsetzung zunächst am grünen Tisch. Beteiligt daran waren zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, ein Szenograph, eine Grafikerin, eine Illustratorin, ein Drucker und ein Zimmermann.

Inzwischen ist schon einiges konkret am Entstehen: Eine riesige Menge an Kulissen-Rahmen wartet im Lager auf die Weiterbearbeitung und eine Miniaturen-Künstlerin erweckt eine Miniatur-Luther-Stube zum Leben. Mit vielen liebevollen Details wird es am Ende aussehen, als hätte Luther nur mal kurz den Raum verlassen.

Für Kulissen und Standfiguren wurden Darsteller in historischen Gewändern als Fürsten, Bischöfe und Kaiser und als Personen auf dem Markt fotografiert. Auch einige Requisiten haben wir im Lager gesammelt - sie stammen vom Antiquitätenhändler und aus Privatbesitz. Die "Gewandmacherei" hat schon einen Grundstock an Gewändern für die Gruppenbegleiter.

Und eine Reihe von Requisiten ist schon bei ehrenamtlichen "Künstlern" in Auftrag.
Demnächst stehen die Aufnahmen der Hörszenen an - ein Schauspieler gab uns im Vorfeld einige gute Tipps.

Unter der Fotogalerie geht es weiter mit Bericht und Fotos zu den Tonaufnahmen...

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Mensch Luther nimmt Gestalt an: die Tonaufnahmen

Im April und Mai entstand das "Hörszenen-Puzzle": An sechs Tagen wurden die ganzen Sprecher-Texte aufgenommen. Daran beteiligt waren 5 Kinder, 6 Frauen und 14 Männer – unter anderem Pfarrer und Gemeindediakon von Linkenheim und vier Profis: Kerstin Thomas, Eckhart zur Nieden und die Schauspieler Robert Besta und Georgios Tzitzikos. Georgios hat den Großteil der Aufnahmen als Regisseur und Coach begleitet. Nur wenige Passagen wurden zusammenhängend aufgenommen – der Großteil waren viele Einzelsätze, die ohne den Kontext gesprochen wurden. Da musste Georgios die Laien-Sprecher in die Situation hineinführen, um den richtigen Ausdruck zu erreichen.
Manchmal brauchte es für einen einzigen kurzen Satz 20 Minuten bis er "gepasst" hat.

An manchen Terminen waren 6 – 10 Personen gleichzeitig im Tonstudio, um den akustischen Hintergrund z. B. für eine Szene auf dem Marktplatz oder beim Reichstag aufzunehmen. Da wurde auch viel gelacht – für die Aufnahme und über manche Panne.
Danach galt wieder absolute Konzentration und Stille für den Einzelsprecher am Mikro.
Dietmar Hess, der neben Harald Göricke die Sprecher aufgenommen hat, ist auch der Musiker für Mensch Luther. Er hat als erstes Luthers Lied "Ein feste Burg ist unser Gott" "ins Mittelalter übertragen". Es entstand eine wunderschöne Instrumental-Fassung, die auch unsere jugendlichen Sprecher begeistert hat.
Nun wird Dietmar in tagelanger Feinarbeit die Hör-Puzzle-Teile zusammensetzen und in Kombination mit Musik und Geräuschen zu lebendigen Szenen gestalten.
Anschließend kommen dann Besprechungen und Feinabsprachen mit uns bis zur endgültigen Version.

Demnächst werden die Kulissen geliefert - Fortsetzung folgt...

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Kulissen und Requisiten

Parallel zur Zusammenstellung der Hörszenen entstehen verschiedene Requisiten z. B. eine große Holzbibel, Marktstände und Sitzhocker. Und manches kaufen wir bei Mittelaltermärkten – natürlich in "Berufskleidung".

Wir schützen die großen Standfiguren mit Folie und "altern" neu gekaufte Requisiten mit Lasur. Unser Präzisions-Handwerker bringt an Sitzhockern Griffe an – als ehemaliger Seemann natürlich mit Schifferknoten.

Für eine komplizierte Dreieck-Kulisse baut ein Team die Rahmen im Lager auf und auch die Gestelle für die Drehkulissen werden montiert. Und endlich liefert der Drucker die Kulissen. Mitarbeiter sortieren und befestigen sie auf den Rahmen. Andere Kulissenrahmen werden mit Stoff bezogen.
Vier Männer richten probeweise das große Burgtor auf - eine gefährliche Aktion.

Seien Sie gespannt auf weitere Entwicklungsschritte...

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Arbeiten im Lager und Aufnahmen für Flyer

Nach der Sommerpause gingen die Arbeiten im Lager weiter. Wir bekammen 160 m Stoffe und Teppichboden. Damit sind Kulissenrahmen zu beziehen und Rampen und Sitzhocker zu verkleiden. Alte Requisiten müssen gesäubert werden und für alle großen Standfiguren brauchen Hussen als Schutz. 
Mittlerweile bauen unsere "Künstler" Felix Stadler und Holger Rätsch "Luthers Pult" und einen "alten" Bilderständer.

Außerdem müssen wir die Werbe-Flyer vorbereiten. Lebendig sollen sie sein - aber die Ausstellung steht ja noch nicht...
Bei Barths im Keller fotografiert Szenograph Manuel Kolip zukünftige Besucher und Gruppenbegleiter vor der grünen Wand.

Und Mitte Juli fand im lager auch eine Pressekonferenz statt - dabei entstanden mehrere Fotos von Luther & Co. ...

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Einsätze bis kurz vor Weihnachten 2016

Den ganzen Herbst über bis kurz vor Weihnachten waren fast wöchentlich fleißige Teams im Lager:
Da wurden Spezial-Halterungen für die Tontechnik entwickelt und probeweise an einer Kulisse befestigt und Geräte getestet. Stoffe und teppichboden wurden im Lager zugeschnitten und zum Teil auch dort verarbeitet. Und bei sechs Näheinsätzen im Ev. Gemeindehaus in Linkenheim haben wir Kulissen-Elemente und Standbehänge daraus genäht.

Es wurden immer noch Teile gestrichen und Requisiten "gealtert": zum Teil, indem sie mit "Antik-Farbe" gestrichen wurden. Großen Spaß machte es, den Fabrik neuen Stoff der Marktstände mit Blättern einige Verbrauchsspuren zu verpassen. Bei anderen rieben wir Asche in die Jute und schnitten Löcher hinein.

Lange haben wir Lösungen für besondere, bewegliche Kulissen-Teile gesucht. Ein Ingenieur im Ruhestand tüftelte dann mit unserem Allround-Genie Gaby Spezielverbindungen aus, die uns ein Schlosser anfertigte.
Ebenfalls langwierig war die Suche nach "alten" Scharnieren für die Klappläden an der Burgmauer und ein Griff für die Thesentür. In Lahr wurden wir dann ganz unverhofft fündig - wer uns wohl da geführt hat? Das war Psalm 32,8 hautnah erlebt: "Ich will dich mit meinen Augen leiten".

Farbabstimmung: Passen die Goldtöne der Requisiten in der Schatzkammer zusammen? Da mussten die Perlen nochmals neu gestrichen werden. Die Ständer der Figuren wurden zum Teil mit Teppichboden verkleidet.

Dann haben wir probeweise die Kulissen nacheinander aufgebaut, um möglichst im Ernstfall keine Überraschungen zu erleben und bereits jetzt Lösungen für knifflige Teile zu finden. Aber das war langwieriger als gedacht - und es wurde ein Wettlauf gegen die Kälte. Zum Schluss hatten wir im Lager nur noch so um die 12 - 15 Grad.
Da mussten wir uns immer wieder mit warmem Tee oder Kaffee aufwärmen...

Noch kälter war ein Orttermin in der Pforzheimer Schlosskirche, bei dem auch noch einige Detail-Fragen für den Aufbau zu klären waren.

Ende September wurde das Reformationsjubiläum bei einem Presstermin im Melanchthonhaus in Bretten offiziell  eröffnet. Mit einem kleinen Sketch durften wir dort Lust auf Mensch Luther machen.

Und im Herbst fand auch schon der erste Info-Abend für Mitarbeiter in Pforzheim statt, bei dem erfreulich viele Interessenten kamen und sich schon einige fest angemeldet haben.

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Letzte Vorbereitungen der Kulissen und Requisiten

Anfang Januar gehen die Arbeitseinsätze im Lager mit Volldampf weiter. Bei Temperaturen knapp über 0°Grad ist unser Kernteam zwei Mal pro Woche im Einsatz.

So entsteht probeweise auch der "Raum der Freiheit", beim Gestell für den Reichstag wird die Statik geprüft und der Vorhang zur Probe aufhängt.

In einer Kulisse probieren wir aus, wie viele Personen an der Station Platz haben-

Für "Herr Käthe" werden Bienchen am Bienenkorb befestigt. Die Truhe für die Bibeln in der Schatzkammer wird ausgekleidet. Lutz imprägniert Jute-Stoffe mit Flammschutzmittel, Gaby misst und kennzeichnet Lautsprecherkabel. Mitarbeiter sreichen die Bretter für die Zugbrücke.

Kulissen bekommen "Namensschilder" für den Transport und Aufbau, Kisten und Kleinrequisten werden genau beschriftet.

Wir bereiten die Losgistik für Transport und Aufbau vor und besprechen sie mit dem Transportunternehmen.

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Kurz vor dem Start nach Pforzheim

In den letzten Wochen vor dem Endspurt wird noch einiges erledigt:
Ulla sortiert die Kärtchen mit den Aussagen zur Bibel von verschiedenen Personen und installiert sie in den Drehgestellen, die großen Pflanzen bekommen zur Stabilisierung unten eine Platte angeschraubt, Werner befestigt die LED-Leisten für den Raum der Freiheit, unser Drucker bringt das Pergament zur Bibel, Lutz streicht den Gepäckwagen für die Taschen und Rucksäcke der Besucher und Ulla sortiert und beschriftet 100 Meter an Kabeln.
Und in einer letzten Besprechung klären wir die Logistik beim Transport und Aufbau.

Im Lager gibt es noch eine Besprechung zur Logistik beim Transport und beim Aufbau. Gaby und Annette erstellen bzw. kontrollieren die Übersichten, welche Requisiten wann nach Pforzheim gebracht werden.

 

Es geht los!

Direkt nach Ostern kam das Umzugsunternehmen mit dem großen LKW zur Lagerhalle. Insgesamt 4 Fahrten waren nötig, um die Kulissen und Requisiten nach Pforzheim zu transportieren. In der Schlosskirche traf die ein Team von Mitarbeitern inzwischen bereits die ersten Vorbereitungen.
Und als die Ladungen wohlbehalten ankamen, wurde alles sie in Windeseile ausgeladen und direkt verarbeitet.
Zum Aufbau des Burgtors kam sogar ein Gabelstapler zum Einsatz.

Drei Wochen lang wurde in der Kirche bei eisiger Kälte, aber guter Laune geschraubt, gesaägt, Kabel verlegt, Licht installiert und dekoriert.

Als alles fertig war, fanden eine Woche lang die Schulungen der Mitarbeiter statt.

Und seit dem 15 Mai empfängt stündlich ein Knecht oder eine Magd von Luther die Besucher:
"Seid willkommen edle und wackere Zeitreisende"

Machen auch Sie sich auf ins Mittelalter und begleiten Sie Martin Luther auf seinen wichtigsten Stationen.
Wir freuen uns auf Sie!